Auftragen von Montageklebstoffen auf unebenen Untergründen

Ein besonderes Merkmal von Montageklebstoffen ist deren spaltüberbrückende Eigenschaft. Diese ist besonders wichtig, wenn die Werkstücke nicht gerade sind (z. B. krumme Bretter) oder der Hintergrund uneben ist. Dispersionsbasierte Montageklebstoffe (PL100) sind in der Lage, bis zu einer Stärke von 10 mm spaltüberbrückend zu kleben. Hybrid-Polymer-Montageklebstoffe (PL300) können, je nach Formulierung, auch bis zu 20mm spaltüberbrückend kleben. Für Arbeitsschritte, bei denen spaltüberbrückend geklebt wird, sollte man ein besonderes Augenmerk auf den Anschnitt der Kartuschenspitzen legen.

  • Kleben auf glatten Untergründen

Sehr häufig wird bei der Verarbeitung von Montageklebstoffen die Spitze der Kartusche schräg angeschnitten. Danach wird der Klebstoff, mit der schräg angeschnittenen Spitze nach unten, aufgetragen. Der Klebstoffstrang bekommt dadurch die Form einer flachen Ellipse. Auf glatten Untergründen ist diese Art des Klebstoffauftrags unproblematisch.

  • Kleben auf unebenen Untergründen

Die gleiche Art des Auftragens würde auf unebenen Untergründen jedoch dazu führen, dass der Klebstoff sich in die Vertiefungen eindrückt, gegebenenfalls mit dem Resultat, dass die Klebstoffschicht nicht dick genug ist. Beim Zusammendrücken der Werkstücke kann es zu Fehlklebungen kommen, da der Klebstoff in den Unebenheiten keinen Kontakt mit dem zweiten Werkstück hat. So kann die Klebefläche zwischen den beiden Werkstückoberflächen möglicherweise für eine Belastung zu gering sein.

Abhilfe kann geschaffen werden, indem man auf einem unebenen Untergrund die Kartuschenspritze soweit umdreht, dass die schräg angeschnittene Spitze nach oben zeigt. So ist die Klebstoffraupe höher und bekommt mehr Kontakt beim Aufpressen des Werkstücks. Das bewirkt eine größere Klebefläche.