Empfohlene Auftragsweisen:

Strangweiser Auftrag (vertikal) 
Bei dieser senkrechten Auftragsweise kann sich keine Feuchtigkeit ansammeln, sie tritt unterhalb des Werkstücks wieder aus (Kondensationsfeuchtigkeit oder direkt einwirkendes Wasser).Zusätzlich zu dem oben genannten Effekt wird es zu einer leichteren Luftzirkulation kommen, einer Art Kamineffekt. Das hat zur Folge, dass die Lösemittel oder das Wasser schneller aus dem Klebstoff verdunsten und die Aushärtung beschleunigt wird.
Diese Art der Auftragsweise wird besonders für mittelschwere bis schwere Werkstücke empfohlen. Hierbei ist zu beachten, dass sich beim Anpressen des Werkstücks die Klebstoffstränge nicht ineinander fließen. Ein Abstand von ca. 8 cm bis 25 cm ist empfehlenswert, je nach Gewicht des zu klebenden Werkstücks.

Punktweiser Auftrag
Für leichte Werkstücke, wie z.B Dämmstoffe,  kann ein punktweiser Auftrag ebenfalls angewandt werden. In solch einem Fall tritt ein ähnlicher Effekt auf wie bei den senkrechten Strängen. Die Luftzirkulation ist auch bei dieser
Auftragsweise gegeben, sodass der Klebstoff vergleichsweise schnell aushärten kann.
Wie beim vertikalen und strangweisen Auftrag beschrieben, kann sich auch hier keine Feuchtigkeit ansammeln, da sie problemlos unterhalb des Werkstücks wieder austritt.

Nicht empfohlene Auftragsweisen:

Strangweiser Auftrag (horizontal)
Verglichen mit den zuvor genannten Auftragsweisen kann sich bei einem horizontalen, strangweisen Auftrag Feuchtigkeit ansammeln. Der Trocknungsprozess bei dieser Auftragsweise ist deutlich  langsamer, da keine Luft zirkulieren kann. Sollte die Klebung zusätzlich noch Feuchtigkeit ausgesetzt sein, die über längere Zeit nicht verdunsten kann, so besteht die Gefahr der Schimmelpilzbildung. Daher wird diese Auftragsweise für Klebungen mit Feuchtigkeitseinwirkung nicht empfohlen.

Wellenförmiger Auftrag
Der wellenförmige Auftrag ist zwar im Handwerk eine sehr verbreitete Auftragsweise, in Verbindung mit jeglicher Art von Feuchtigkeit aus den oben genannten Gründen aber keineswegs zu empfehlen.
Bei dieser Auftragsweise wird das Ansammeln von Wasser und Feuchtigkeit sogar noch zusätzlich gefördert. In den tieferen Einbuchtungen steht das Wasser über längere Zeit und kann auch nicht verdunsten. Je nach Werkstück und Untergrund kann es hierbei auch zu Schimmelpilzbildung kommen.
Sollte diese wellenförmige Auftragsweise im Außenbereich angewandt werden, kann es in den Wintermonaten neben der möglichen Schimmelpilzbildung auch zu einem Abdrücken (Ablösen) des Werkstücks vom Untergrund durch mögliche Eisbildung zwischen den Werkstücken kommen.