Handelsbezeichnung

PVC, ABS, Acrylglas/Plexiglas® (PMMA), PE, PP, Polyurethan (PUR), Makrolon® (Polycarbonat), Gummi (EPDM)

Definition:
Unter Kunststoffen versteht man synthetisch erzeugte Polymere. Diese werden in verschiedensten Formen, wie z.B. Folien, Platten, Spritzgussteilen oder Formteilen angeboten. Verwendung finden Kunststoffe im Tischler- und Schreinerhandwerk vor allem als gestalterisches Element im Laden-, Messe- und Innenausbau, häufig in Form von transparenten oder farbigen Kunststoffplatten. Seltener werden auch Möbelstücke aus Kunststoffplatten hergestellt, z.B. für medizinische Einsatzzwecke.

Vorteile:
Gestalterisches Element, leichter als Glas zu bearbeiten, nicht zerbrechlich, hygienisch

Kleben:
Kunststoffe wie PE und PP sind aufgrund der hohen Oberflächenspannung nur unter hohem Aufwand zu verkleben. Für die Verklebung kleinerer Flächen eignen sich Cyanacrylate mit Aktivator Pattex Plastik-Flüssig. Eine großflächige Verklebung ist nicht zu empfehlen.

Kunststoffe wie PVC, ABS und PUR können in Kombination mit saugenden Materialien wie Holz und Holzwerkstoffe mittels eines PUR-Klebstoffes (z.B. Ponal PUR-Leim) verklebt werden. Reinigen und Entfetten der Kunststofffläche ist zwingend erforderlich. Anschleifen kann dabei die Festigkeit erhöhen. Das Verkleben von Kunststoffprofilen, wie Winkel-, Abdeck- oder Passleisten, kann an saugenden und nicht-saugenden Flächen mit einem geeigneten Montagekleber (z.B. Pattex PL300) erfolgen. Die großflächige Verklebung von zwei Kunststoffen untereinander sollte mit 2K-Klebstoffen (wie z.B. Ponal Duo) erfolgen. Eine Verwendung eines geeigneten 1K-Montageklebers ist möglich, wenn der Klebstoff durch das Einhalten des Abstandes zwischen den Klebstoffsträngen genügend Feuchtigkeit erhält, um aushärten zu können. Ein Klebstoffauftrag von mindestens 1mm Dicke sollte dabei eingehalten werden.

PMMA (Plexi-Glas®/Acrylglas) und Polycarbonate (Makrolon®) sind schwierig zu verklebende Kunststoffe. Häufig werden von den Herstellern zu den angebotenen Produkten auch Klebstoffe angeboten. Für die Verklebung von Kunststoffgläsern untereinander sollten diese speziellen Klebstoffe auch eingesetzt werden. Das Verkleben von Acrylglas an Holz oder Holzwerkstoffen, z.B. in einen Falz, kann ggf. mittels eines geeigneten Silikons erfolgen. Eigenversuche sollten durchgeführt werden.

Bei der Herstellung von Bauelementen wie Fenstern und Haustüren wird häufig Gummi (EPDM) verklebt. Hier werden EPDM-Dichtungsprofile in Nuten eingeklebt oder im Eckbereich miteinander verbunden. Hierfür empfiehlt sich der Einsatz von Cyanacrylat Pattex KR210. Im Innenausbau findet sich Gummi häufig als Platten- oder Rollenware wieder. Eine klassische Anwendung ist dabei das Einkleben von Rutsch-Schutzmatten in Schubladen sowie in Schreibtischflächen. Hierzu eignet sich der Einsatz des Kontaktklebstoffes Pattex Contact Liquid. Bei kleineren Flächen oder punktweiser Verklebung kann ein gelartiger, elastischer Klebstoff wie Pattex Repair Extreme eingesetzt werden. Dieser wird auch im Heimwerker Bereich oft verwendet. Gummi ist vor der Verklebung sehr sorgfältig zu reinigen, z.B. mit Aceton.