Handelsbezeichnung:

Furniersperrholzplatte (Multiplex), OSB-, MDF-, HDF-Platten, Tischlerplatte, Spanplatte

Holz/Holzwerkstoffe

Holz ist ein naturgewachsener Rohstoff und entsteht durch die Verholzung von bestimmten Pflanzen. Im Wesentlichen wird der Stamm genutzt, aber auch Wurzeln und Äste können verarbeitet werden.

Woraus besteht Holz?

Holz besteht aus Zellulose, Lignin und holzartenspezifischen Inhaltsstoffen (z.B. Harze, Fette, Öle, Wachs, Gerbsäure usw.). Holz ist ein hygroskopischer Werkstoff, d.h. er ist in der Lage, Wasser abzugeben oder aufzunehmen, in Abhängigkeit von Umgebungsfeuchte und Temperatur.

Was sind die Eigenarten von Holz?

Durch die Aufnahme und Abgabe von Wasser kann Holz quellen und schwinden (= Hygroskopie). Dies ist allgemein als Arbeiten des Holzes bekannt. Eine Besonderheit des Holzes ist, dass es in allen drei Dimensionen unterschiedlich stark quellen und schwinden kann (= Anisothropie).

Um das Arbeiten des Holzes so gering wie möglich zu halten, haben sich aus langjähriger Praxis folgende Richtwerte als empfehlenswert herausgestellt:

Für den Außenbereich           12-15 Prozent Holzfeuchte
Für den Innenausbau             8-12 Prozent Holzfeuchte

Während der Verarbeitung sollte das Holz die gleiche Feuchtigkeit aufweisen wie bei der späteren Nutzung.

Die Struktur und die Inhaltsstoffe der unterschiedlichen Holzarten sind maßgeblich für die Verarbeitbarkeit und Verklebbarkeit. Es gibt auch Holzarten, die sich nur schwer oder gar nicht verkleben lassen. Hierzu zählen eine Vielzahl von Tropenhölzern sowie einige europäische Hölzer (wie z.B. Lärche). Auch innerhalb einer einzigen Holzart können Struktur und Inhaltsstoffe stark variieren. Dies kann beeinflusst werden durch Wuchsgebiet, Trocknung des Stammes oder Krankheiten des Baumes.

Inhaltsstoffe können bei Kontakt mit Klebstoffen, Lacken und Werkzeugen zu Verfärbungen führen. Daher sind im Zweifel Probeverklebungen zu empfehlen.

Werden die Eigenschaften von Holz durch Behandlung verändert?
Es gibt chemische und physikalische Methoden, Holz zu modifizieren. Dies dient entweder dazu, die Optik oder die Eigenschaften des Holzes zu verändern. Eine Veränderung des Holzes kann physikalisch oder chemisch erfolgen und hat grundsätzlich einen Einfluss auf die Verklebbarkeit. Es empfiehlt sich daher, hochwertige Qualitätsklebstoffe und -leime einzusetzen.

Im Folgenden stellen wir die gängigsten Methoden dar:

Dämpfen

Beim Einkauf von Massivholz oder Furnieren sollte beim Holzlieferanten eine etwaige Vorbehandlung erfragt werden. Manchmal werden aus Gründen der Farbangleichung Hölzer gedämpft. Bei diesem Verfahren können holzeigene Inhaltsstoffe an der Oberfläche konzentriert und dadurch die Verklebbarkeit der Hölzer beeinflusst werden.

Räuchern

Hierbei wird das Holz durch eine chemische Reaktion mit Ammoniak dunkler gefärbt. Dies kann eine Färbung der Oberfläche oder auch ein Durchfärben des Holzes bis in den Kern sein. Da verfahrensbedingt Reste von Ammoniak im Holz verbleiben können, ist die Verleimung derartig behandelter Hölzer kritisch zu sehen. Eine ausreichende Ablüftezeit geräucherter Hölzer kann die Verklebbarkeit positiv beeinflussen.

Acetylisieren (Accoya®)

Das Holz (i.d.R. Fichte oder Zeder) wird hierbei mit Essigsäure behandelt. Dabei wird die Wasseraufnahmefähigkeit und das Arbeiten des Holzes (Quellen und Schwinden) verringert. Der Einfluss der verfahrensbedingten Reste von Essigsäure bei Verklebungen ist nicht bekannt, Langzeiterfahrungen hierzu liegen nicht vor.

Thermoholz

Auch hier wird die Wasseraufnahmefähigkeit des Holzes durch Wärmebehandlung reduziert. Das verhindert zusätzlich den Befall durch Insekten und Pilze. Durch dieses Verfahren wird jedoch auch die Festigkeit des Holzes negativ beeinflusst, und damit wird die Anzahl der möglichen Einsatzbereiche verringert. Bei diesem Verfahren kann derzeit eine Klebeempfehlung nicht ausgesprochen werden.

Sonstige Oberflächenbehandlung

Holz-Klebstoffe sind dafür entwickelt, unbehandelte Holzoberflächen miteinander zu verbinden. Die zugesicherten Eigenschaften für diese Verklebungen resultieren aus den durchgeführten Prüfungen und langjähriger Erfahrung. Jegliche Art der Vorbehandlung kann Einfluss auf die Verklebbarkeit der Hölzer haben, daher sind ausreichende Eigentests zu empfehlen.