Wichtige Fakten

Grundwissen zu Kontaktklebstoffen

  • Kontaktklebstoffe werden im zweiseitigen Kontaktklebeverfahren angewendet.
  • Sie sind üblicherweise lösungsmittelhaltig.
  • Kontaktklebstoffe bieten im Gegensatz zu vielen anderen Klebstoffsystemen hohe Anfangsfestigkeit. Daher bieten sie die Möglichkeit der schnellen maschinellen Weiterverarbeitung.
  • Hohe Materialvielfalt (saugende und nicht saugende Flächen).

Eignung

  • Kontaktklebstoffe bleiben auch nach der Trocknung elastisch und eignen sich besonders für Materialien, die an der Klebestelle flexibel bleiben sollen, z.B. Schuhsohlen oder Ledergürtel.
  • Kontaktklebstoffe finden beim Kleben größerer Flächen ein weites Anwendungsgebiet, z.B. bei Beschichten von Holzwerkstoffen mit Schicktstoffen (HPL, CPL).

Anwendung

Klebstoffauftrag

  • Kontaktklebstoffe werden auf beide Fügeteile aufgetragen, indem die zu verklebenden Teile dünn und gleichmäßig mit Klebstoff bestrichen werden.
  • Während der Ablüftzeit, die je nach Lösungsmittel unterschiedlich lang sein kann, werden die Teile zunächst offen liegen gelassen, bis sich die Klebstoffoberflächen „berührtrocken“ anfühlen. Sie dürfen keine Fäden mehr ziehen und nur noch eine geringe Soforthaftung aufweisen.
  • Erst dann werden die Fügeteile sanft aufeinander gelegt und kurz mit hohem Anpressdruck zusammengefügt, ein Korrigieren nach dem ersten Kontakt ist nicht mehr möglich. Dadurch fließen die beiden noch nicht kristallisierten Klebstoffschichten ineinander, um sich anschließend zu verfestigen.
  • Dabei ist die Stärke des Druckes und nicht dessen Dauer wichtig.
  • Die Fügeteile haften sofort, und das Werkstück kann schnell belastet werden. Ist die Kontaktverklebung richtig ausgeführt, lassen sich die Teile nicht mehr korrigieren.
  • Die Endfestigkeit wird erst dann erreicht, wenn die Restlösemittel aus der Klebefuge entwichen sind, üblicherweise nach einigen Tagen.